Besonders wohlgesonnen meinte es der Herrgott mit den Feierlichkeiten zu Ehren des heiligen Leonhard in diesem Jahr. Ein Prachthimmel wie seit Jahren nicht mehr sorgte bei von Föhn begleiteter Herbstsonne für ein buntes Bild mit geschmückten Wagen und Kutschen, sauber herausgeputzten Pferden, Fuhrleuten, Reiterinnen und Pferdefreunden sich zu Beginn des Gottesdienstes auf der Köglwiese. Nicht minder farbenfroh bot sich die Kulisse um den Feldaltar mit Fahnen teilnehmender Vereine sowie in Tracht gekleidete Miederdirndl, Schalkfrauen, Burschen und Männer, sowie Mitglieder der Gebirgsschützenkompanien Bad Aibling und Elbach.

Den Gottesdienst mit einer kraftvollen und nachdenklich stimmenden Predigt mit dem Thema „Aufwachen und Aufstehen“ zelebrierte Pfarrer Ernst Kögler. Den musikalischen Rahmen mit der Deutschen Messe von Franz Schubert gestaltete die Musikkapelle Bad Feilnbach. Ebenso Eindrucksvoll gestaltete sich der anschließende Umritt mit weit über 300 Rossen, 30 Vierergespannen, einem Sechser-Gespannunter Bereicherung von vier Musikkapellen, dem begeistert einige tausend Zaungäste beiwohnten. Angeführt wurde der farbenprächtige Umzug in gewohnter Weise von Engelbert Dialler mit der Leonhardifahne und seinem treuen und brav trabenden Süddeutschen Kaltblüter „Vorderrieß“. Seit 1349 in ungebrochener Tradition erwarteten Rosse, Reiter, Fuhrleute und Pferdefreunde an der Kirche „Mariä Morgenstern“ den Segen gespendet durch Pfarrer Ernst Kögler. Als besondere Neuerung in diesem Jahr musste der Köglberg von allen Teilnehmern zweimal umrundet werden.
Text von Peter Strim